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Gemüsebeet planen – so gelingt die Planung garantiert! (1/2)

Eine ausführliche Planung aller Beete im Garten ist das A und O zu Beginn jeder Gartensaison. Genauer gesagt kann man schon im Herbst des Vorjahres mit der Planung beginnen, denn zu dieser Zeit ist man wahrscheinlich noch voll im Gartenthema drin. Pastinaken oder Grünkohl, welcher nach dem ersten Frost optimal zu ernten ist, sind gute Beispiele für eine lange Gartensaison. Aber auch wenn Du gerade erst neu anfängst, oder einfach ein weiteres Gemüsebeet anlegen möchtest, bist Du hier zum Thema Gemüsebeet planen genau richtig.

Mit unserem Gemüsegarten Planer möchten wir es Dir so einfach wie möglich machen, Dein Beet für das nächste Frühjahr zu planen um am Ende des Jahres einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen. Unser Schritt-für-Schritt Gemüsegarten Planer ist auch für komplett neue Beete sehr zu empfehlen. Wenn Du noch ganz am Anfang stehst, solltest Du zuvor besser einen Blick auf unseren Artikel „Gemüsegarten anlegen“ werfen, um mit der Anlage Deines Beetes zuerst die Grundlage für die Planung gelegt zu haben.


Vorbereitung ist die halbe Miete

Beginnen solltest Du damit Dir aufzuschreiben welche Pflanzen auf Deiner Wunschliste stehen. Es bringt wenig sich mit diversen Mischkulturen zu befassen, wenn nur bestimmtes Gemüse anbauen möchte. Deshalb solltest Du, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad und anderen Faktoren, genau notieren, welche Pflanzen schlussendlich im Garten gepflanzt werden sollen.

Etwas zuvor gegriffen, kommt bei Punkt zwei dann Stift und Zettel zum Einsatz. Stift und Zettel gehören zur Grundausstattung beim Gemüsebeet planen.

Zur weiteren Vorbereitung ist es wichtig, die Regeln und Grundlagen beim Gemüseanbau zu lernen oder zumindest schriftlich bereitzuhalten. Ohne dieses Wissen ist es unmöglich das Gemüsebeet sinnvoll zu planen. Im Laufe dieses Ratgebers gehen wir gezielt auf wichtige Punkte wie die Fruchtfolge oder die schon einmal erwähnten Mischkulturen ein.

Mit Hilfe aller neu gesammelten Erkenntnissen, lässt sich der Gemüsegarten Planer vervollständigen um anschließend die passend Menge Saatgut zu besorgen. Das wiederum ist erst am Ende Thema und schließt somit die Vorbereitung ab.


Beetfläche/Plan zeichnen

Die „halbe Miete“ ist dank einer guten Vorbereitung sozusagen schon erledigt. Nun geht es ans Eingemachte, wo auch gleich Stift und Zettel zum Einsatz kommen. Hier empfiehlt es sich ein Kästchenpapier zu nehmen, welches sich bei der späteren Orientierung im Beet als äußerst hilfreich erwiesen hat.

Beim skizzieren des Gemüsebeetes sollte stets auf alle Kleinigkeiten geachtet werden. Dabei ist es wichtig, möglichst maßstabsgetreu zu zeichnen, was vor allem beim setzten der einzelnen Pflanzen helfen kann.

Kleiner Tipp am Rande: Groß zeichnen 

Lass die Skizze am Ende nicht zu klein werden. Ein kleiner Plan führt später nur zu Problemen bei der Genauigkeit und Umsetzung. Je nach Beetgröße kann man auch gut mehrere Blätter aneinanderkleben um eine gute Übersicht zu erhalten.

Wegplanung nicht vergessen

Viel zu kurz kommt bei vielen Gemüsegarten Planer die Wege im gesamten Garten. Dabei macht es besonders viel Sinn diese mit einzuplanen, denn sie sind Dreh- und Angelpunkt aller folgenden Arbeiten. Angefangen bei einfachen Kontrollgängen, über Unkraut zupfen, bis hin zum Ernten und Entsorgen der Pflanzen. Die eingeplanten Wege im Gemüsebeet sollten eine Breite von ca. 30 cm haben. Dieses Maß erlaubt ein gutes durchkommen auch im späteren Entwicklungsstadium der gesetzten Pflanzen und beeinträchtigt trotzdem nicht nennenswert die Beetfläche, um den Ertrag möglichst hoch zu halten. Je nach Pflanzengröße kann die Breite natürlich auch noch etwas verringert werden.

Bei unbefestigten Wegen quer durch das Gemüsebeet, kann es bei schlechtem Wetter schonmal sehr unangenehm rutschig und dreckig werden hier zu Arbeiten. Abhilfe schafft zum Beispiel eine Schicht Rindenmulch oder Holzhäcksel. Eine Alternative wären auch Holzbretter als provisorischer Weg, welche gleich noch einen weiteren Vorteil für jeden Hobbygärtner mit sich bringen. Sie stellen nämlich eine äußerst effektive Methode zur Schnecken Bekämpfung dar. Siehe hierzu auch unseren Artikel zum Thema Schnecken sammeln.

Norden, Osten, Süden, Westen

Zu guter Letzt kann es nicht schaden, wenn man auf seiner Planung noch die Himmelsrichtungen einzeichnet. Das erleichtert den nächsten Schritt ungemein, bei welchem es darum geht die Pflanzen an die richtigen Stellen zu pflanzen.

Ultimativer Zeit-Spar-Tipp: Grundriss wiederverwenden 

Diesen noch leeren Grundriss kannst Du sehr gut auch für die Folgejahre zum Gemüsebeet planen nutzen. Dazu vervollständigst Du diesen einfach so weit, bis die Pflanzen eingetragen werden und kopierst Dir deinen Plan ganz einfach. So ersparst Du Dir die Arbeit für die folgenden Gartenjahre.

 


Pflanzen in den Gemüsegarten Planer eintragen

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, die Pflanzen in den Gemüsegarten Planer einzutragen. Hierfür nehmen wir uns zuerst unsere anfangs erstelle Liste mit unseren Wunschpflanzen zur Hand. Damit die Planung auch Sinn ergibt, sollte auf keinen Fall einfach wild gemischt gepflanzt werden. Es gelten verschiedenste Regeln, welche stets beachtet werden sollten. Genauer gesagt geht es dabei um Themen wie dem Fruchtwechsel, Mischkulturen sowie Stark- und Schwachzehrer. Wem diese Begriffe fremd sind, sollte sich vorerst in Teil zwei unseres Artikels, die Grundlagen dieser Begrifflichkeiten anlesen. Diese werden zwingend zum Gemüsebeet planen benötigt.

Du kennst Dich mit Mischkulturen einigermaßen aus und weißt den Fruchtwechsel ordnungsgemäß einzusetzen? Dann kannst Du bereits anfangen Dein Beet mit Pflanzen zu besetzen. Beim setzten der Pflanzen ist es besonders wichtig als erstes den Fruchtwechsel der letzten Jahre zu wissen und entsprechend zu handeln. Wie sieht es mit Gründüngung aus und welche Gemüsesorten der Wunschliste eignen sich gut für eine Mischkultur?

Behalte stets auch all die Pflanzen im Auge, welche nicht jährlich den Platz wechseln. Diese sollten selbstverständlich auch in den Plan eingetragen werden. Dadurch vermeidet man Missverständnisse, welche später nur zu Problemen führen würden. Beispiele für solche Pflanzen sind unter anderem Kräuter, Rhabarber oder Erdbeeren.

Licht und Sonne stets im Hinterkopf

Jede Obst- und Gemüsesorte braucht unterschiedlich viel Sonne. Genau hier kommen unsere, zuvor in unseren Plan eingezeichneten, Himmelsrichtungen zum Einsatz. Informiere Dich über Deine Wunschpflanzen und handle entsprechend. Ebenfalls macht es Sinn im Norden größere Pflanzen zu setzten und in Richtung Süden immer kleiner zu werden. So verringert man das Risiko kleinere Pflanzen komplett im Dunkeln stehen zu haben.

Das richtige Verhältnis erlaubt auch Regelbrüche

Vielleicht ist es Dir ja schon aufgefallen, wenn Du dich etwas genauer mit diversen Regeln beim Gemüseanbau beschäftigt hast. Ob Fruchtfolge, Fruchtwechsel oder Mischkultur. Alles auf einmal ist einfach nicht möglich. Eine gesunde Mischung zu finden ist hierbei wohl das wichtigste. Dabei gibt es auch kein richtig oder falsch. Es ist immer individuell an den eigenen Garten anzupassen. Jedoch falsch wäre es, sich nur auf einen Punkt zu konzentrieren. Beispielsweise bei den Mischkulturen alles richtig zu machen, dafür aber den Fruchtwechsel komplett außer Acht zu lassen. Soll heißen: Es ist keineswegs schlimm Regeln zu brechen, wenn man sein persönliches Mischungsverhältnis gefunden hat.

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